Die Waldorfschule Diez

Die Waldorfschule Diez

Die Freie Waldorfschule Diez ist ein ganz besonderer Lern- und Lebensraum, an dem man gerne lernt und arbeitet. Hier werden über die klassischen Unterrichtsfächer hinaus emotionale, künstlerische und handwerkliche Fähigkeiten sowie soziale Kompetenzen besonders intensiv gefördert. Im Mittelpunkt unseres Handelns steht immer der Mensch.

Unsere Schule ist Waldorfschule, Ganztagsschule, Gesamtschule, staatlich anerkannte Ersatzschule für Schülerinnen und Schüler der ersten bis zur dreizehnten Klasse. Und unsere Schule steht allen Kindern offen – als Seiteneinsteiger in bereits bestehende Klassen oder als neue Erstklässler.

chemie

Unsere Schule ist…

Waldorfschule:
Wir unterrichten nach den Prinzipien der Waldorfpädagogik, die von dem Reformpädagogen Rudolf Steiner entwickelt wurde. Dabei legen wir Wert auf eine ganzheitliche Bildung, in der die sozialen und künstlerischen Anlagen der Schüler ebenso gefördert werden wie die intellektuellen Fähigkeiten.
„Gesamtschule“:
Unsere Schüler können die Schule bis zur Qualifikation der Berufsreife (ehemals “Hauptschulabschluß”), bis zum qualifizierten Sekundarabschluss I (ehemals “Realschulabschluß”) oder bis zum Erreichen der allgemeinen Hochschulreife (“Abitur”) besuchen.
Ganztagsschule:
Von Montag bis Donnerstag können die Schüler auf Wunsch bis 16 Uhr betreut werden und dann natürlich auch ein warmes, frisches Mittagessen bekommen.
Jung:
Sie wurde 1996 gegründet und hat inzwischen fast 300 Schüler und 30 Lehrer. Für die Klassenstufen 1 bis 13 gibt es jeweils eine Klasse mit maximal 30 Schülern.
Engagiert:
Die Schule wurde von einer Elterninitiative gegründet und bis heute verstehen wir uns als soziale Gemeinschaft, in der alle zusammenwirken, auch durch praktische Mithilfe.
Privat:
Als nicht-staatliche, konfessionell unabhängige Schule finanzieren wir uns zum Teil über Elternbeiträge – aktuell beträgt das monatliche Entgelt für den Schulbesuch 220 Euro für einen einzelnen Schüler; das Essensgeld für die Ganztagsschule 37,50 Euro im Monat.

Unser Bildungsmehrwert

Mehr Freude an der Schule:
Unsere Schülerinnen und Schüler haben viel Freude an Ihrer Schulzeit. Sie können täglich zeigen, was ihnen alles gelingt. Das zeigen sie Dank der Förderung ihrer Selbstständigkeit sowohl in den Sachfächern wie Mathematik oder Englisch als auch in handwerklich-künstlerischen Fächern wie Handarbeit oder Werken. Es fördert ihr Selbstvertrauen und macht sie stolz auf ihre Leistung auch deshalb, weil sie von Ihren Lehrerinnen und Lehrern eine sie bestärkende Anerkennung erfahren.
Mehr Zeit für jeden:
In unserer Schule unterrichten wir höchstens 30 Schülerinnen und Schüler in einer Klasse; manchmal werden die Klassen auch geteilt. Im Unterricht fordern wir von den Schülerinnen und Schülern, dass sie sich Neues aneignen, und fördern sie dann individuell beim Lernen. Da wir kein Sitzenbleiben kennen, lassen wir niemanden zurück! Denn jeder Einzelne steht mit seinem Recht auf Bildung bei uns im Mittelpunkt.
Mehr Chancen für alle:
Alle Abschlüsse des allgemeinbildenden Schulwesens können auch bei uns erworben werden: Das Abitur und den schulischen Teil der Fachhochschulreife nach 13 Schuljahren, den qualifizierten Sekundarstufen-I-Abschluss („Mittlere Reife“) nach 12 Jahren und die Berufsreife nach 11 Jahren – je nach individuellem Leistungsvermögen und bis zum Schluss gemeinsam im Klassenverband und ohne Sitzenbleiben.
Mehr Bildung ganztags:
Sehr beliebt sind bei unseren Schülerinnen und Schülern die vielfältigen Ganztagsangebote. Deshalb besuchen 90 % freiwillig die Kurse und Projekte im Ganztagsbereich und bleiben bis um 16 Uhr in der Schule, um vor allem in enger Absprache zwischen den Fachlehrerinnen und Fachlehrern und den Betreuerinnen und Betreuer die Hausaufgaben vollständig und richtig erledigen. Frisch zubereitetes Essen kommt mittags auf den Tisch. Auch zum gemeinsamen Spielen ist dann noch genügend Zeit.
Mehr Sprachen lernen:
Frühe Sprachförderung ist eines unserer Markenzeichen. Darum lernen unsere Schülerinnen und Schüler schon ab der ersten Klasse ganz spielerisch Russisch und Englisch. In Förderkursen wird gezielt gefördert und Erlerntes gefestigt. Einen aktiven Schüleraustausch durch Besuche und Gegenbesuche mit unseren Partnerschulen pflegen wir immer wieder neu. Viele Freundschaften sind inzwischen dadurch entstandenlern.
Mehr im Team denken:
Zur sozialen Schlüsselqualifikation “Solidarität” befähigen wir unsere Schülerinnen und Schüler, indem wir sie darin bestärken, gemeinsam füreinander Verantwortung zu übernehmen. Und das gelingt immer wieder in einer positiven Lernatmosphäre, indem sie in verschiedenen Projekten gemeinsame Ziele künstlerischer, sozialer oder wissenschaftlicher Art verwirklichen. Sie erfahren auch Ihre Eltern als Vorbilder für Teamarbeit, wenn sich diese überdurchschnittlich und ehrenamtlich für Ihre Schule – für unsere Schulgemeinschaft – engagieren.
Mehr Praxisnähe erfahren:
Unsere Schule ist lebensnah. Das zeigt sich vor allem in den jährlichen Praktika ab der 9. Klasse. Wir führen auf diese Weise die Schülerinnen und Schüler an die Lebenswirklichkeit in verschiedenen Berufen heran und erleichtern ihnen damit die Berufswahlentscheidung schon ab einem frühen Zeitpunkt.

Geschichte

Heute sind wir eine Schule, die an der PISA-Studie teilnimmt, die Geschichte der Freien Waldorfschule Diez ist aber noch jung. Mitte der 90er Jahre entstand die Schule aus einer Elterninitiative. Heute begegnen sich an unserer Waldorfschule mit angeschlossenem Kindergarten täglich fast 300 Schülerinnen und Schüler sowie rund 70 Lehrer, Erzieher und Mitarbeiter.

1982Die Initiative Lahn-Taunus (Limburg, Idstein) wird gegründet.
Der Waldorfkindergarten in Limburg-Staffel öffnet seine Pforten.
1991Die Initiative entscheidet sich für Limburg als zukünftigen Standort einer Waldorfschule.
1994Die Stadt Diez stellt das ehemalige Kasernengebäude als Schulgelände zur Verfügung. Das Einzugsgebiet vergrößert sich um den Raum Nassauisches Land und Lahn.
1995Die 1. Klasse beginnt ihren Unterricht mit 12 Kindern (wie eine große Familie, 3 Tage lang wird Eröffnung gefeiert).
1996Der Förderverein und das Kollegium stellen den Antrag zur Aufnahme der Schule in den Bund der Freien Waldorfschulen.
Der Waldorfkindergarten Diez neben dem Schulgebäude wird gegründet.
1997Klassen 1, 3 und 5 kommen hinzu (für Klasse 4 waren zu wenig Kinder angemeldet). Jedes Jahr kommt nun eine Klasse dazu.
1998Immer wieder stellen sich umfassende neue Aufgaben für Eltern und Lehrerkollegium. Die Schule vergrößert sich kontinuierlich, dadurch wird der Bedarf an neuen Strukturen immer größer.
2001Entwicklung eines Oberstufenkonzepts.
2003Im Sommer werden die ersten Prüfungen abgenommen. Die Schüler verlassen die Waldorfschule mit Haupt- oder Realschulabschluss.
2005Die Ministerin des Landes Rheinland-Pfalz genehmigt nach intensiver Vorbereitung den Start des Ganztagsschulprogramms im kommenden Schuljahr.
Der Aus- und Umbau des Schulgebäudes und des Flachbaus beginnen. Eltern, Lehrer und Schüler helfen in ihrer Freizeit mit.
2006Im Sommer startet die Ganztagsschule. Über 90 Prozent der Kinder nehmen freiwillig an den Nachmittagsangeboten teil. Das Personal verdoppelt sich innerhalb eines Monats.
Alle Klassenräume werden im bestehenden Kasernengebäude neu gebaut, kaum eine Wand bleibt stehen, alle Decken und Böden werden komplett erneuert, ebenso die Heizung, die Installationen und die Hauselektrik. Ein komplett neues Stockwerk entsteht. Dennoch fällt nicht ein einziger Schultag aus.
Unsere Schule wird ausgewählt, an der nächsten PISA-Studie teilzunehmen.
2007Die erste Klasse 13 erlangt an der Schule ihr Abitur.
Die Schule feiert ihre zehnjährige Zugehörigkeit zum Bund der Freien Waldorfschulen.
Der Förderverein kauft von der Stadt Diez beide Schulgebäude.
2008Im neuen Chemieraum finden die ersten Experimental-Unterrichtsstunden statt.
2009Der Schüleraustausch mit der Partnerschule in Russland beginnt.
Die Turnhalle kann mit Landes- und Bundesmitteln energetisch saniert werden: endlich werden Heizung, Wände und die Decke erneuert.
2010Im frisch ausgebauten und renovierten Kunst- und Zeichenraum findet die erste Epoche statt.
Insgesamt besuchen über 280 Schülerinnen und Schüler die Schule.
2013Endlich wird im Werkraum 2 ebenfalls eine Schallschutzdecke installiert - besonders wichtig für die “lauten” Epochen wie beispielsweise das Kupfertreiben.
Gratulation: Beim Abitur erreicht erstmals ein Schüler die Traum-Durchschnittsnote von 1,0.